Berlin - Der Vorsitzende der Berliner FDP-Fraktion, Sebastian Czaja, hat die Verkehrspolitik des rot-rot-grünen Senats – unter der insbesondere der Lieferverkehr leidet, kritisiert. Der Politiker verwies beispielsweise auf den Pop-Up-Radweg in der Kantstraße. Hier habe er am Montag einen LKW-Fahrer begleitet, der für das Berliner Unternehmen Documentus tätig ist, das Aktenvernichtungstonnen ausliefert.

Sebastian Czaja
Der Berliner FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja in der Schlüterstraße.

Czaja habe festgestellt, dass der LKW-Fahrer auch in der Schlüterstraße Probleme habe, beim Be- und Entladen den Rad- sowie Autoverkehr nicht massiv zu behindern. Czaja plädiert daher für mehr Ladezonen, die verstärkte bauliche Trennung von Radwegen und Straßen sowie eine Vorrangschaltung für Radfahrer an Ampeln. Es gebe im Umfeld von Pop-Up-Radwegen keine Be- und Entladungspunkte.

Czaja: Digitaler Wandel verursacht mehr Lieferverkehr

Czaja setzt sich dafür ein, dass Liefer- und Radverkehr gleichermaßen in der Verkehrsplanung berücksichtigt werden. Man solle Radfahren noch sicherer machen. „Das kann funktionieren – mit klugen Konzepten, indem man bauliche Konzepte schafft“, sagte Czaja gegenüber der Berliner Zeitung. Dies spiele insbesondere in Zeiten des digitalen Wandels eine große Rolle, da immer mehr Lieferverkehr unterwegs sei. 

„Wir werden nicht alles aufs Lastenrad bekommen. Es wird immer den Bedarf an entsprechend größeren Fahrzeugen für schwere Lieferungen geben“, so Czaja weiter. Die Politik müsse den Wirtschaftsverkehr stärker abbilden.