Berlin - Mehrere FDP-Politiker halten nach der kommenden Bundestagswahl eine Koalition mit Union und Grünen für möglich. „Stand heute“ sei Jamaika die „einzige realistische Option“ für seine Partei, sagte FDP-Vize Wolfgang Kubicki der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Es wird diesmal leichter möglich als noch 2017.“ Auch der stellvertretende FDP-Fraktionschef Alexander Graf Lambsdorff, sagte der Zeitung: „Jamaika stünde heute unter einem besseren Stern als 2017 unter Angela Merkel, die nirgendwo auf uns zugehen wollte.“ 

Auch der FDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Hans-Ulrich Rülke, sagte der Zeitung: „Dieses Jahr könnte es einfacher werden, eine Jamaika-Koalition zu bilden.“

Nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 waren CDU/CSU, FDP und Grüne in Sondierungsgespräche gegangen, aus denen die FDP schließlich ausgestiegen war - mit den berühmten Worten des Parteichefs Christian Lindner: „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren.“