„Kanalratte“: Wolfgang Kubicki beschimpft Erdogan

 Der FDP-Politiker attackiert den türkischen Präsidenten – und unterstellt ihm, die nächste Krise absichtlich auszulösen.

Wolfgang Kubicki (FDP), Bundestagsvizepräsident und Vizechef der FDP
Wolfgang Kubicki (FDP), Bundestagsvizepräsident und Vizechef der FDPdpa/Jonas Walzberg

Der Vizechef der FDP und Vizebundestagspräsident Wolfgang Kubicki hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan wegen seines Verhaltens in der Flüchtlingskrise attackiert. Wie T-Online berichtet, bezeichnete Kubicki den Präsidenten bei einer Wahlkampfveranstaltung seiner Partei in Niedersachsen als „Kanalratte“.

Kubicki warf der türkischen Regierung vor, die nächste Krise mit Absicht auszulösen. An die Ampelkoalition stellte er klare Forderungen. Sie solle bei einer möglichen nächsten Flüchtlingskrise nicht wieder „einfach die Arme aufmachen“.

Wolfgang Kubicki: Gasumlage ist „Quatsch“

Mit Blick auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine kritisierte Kubicki seine eigenen FDP-Parteikollegen, die schnelle Waffenlieferungen an die Ukraine fordern. Darunter auch FDP-Chef Christian Lindner. Auch die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, gehört zu den FDP-Politikern die Lieferungen der deutschen Kampfpanzer Leopard 2 und Schützenpanzer Marder an die Ukraine befürwortet.

Auch den Wirtschaftsminister Robert Habeck kritisierte Kubicki. Die Gasumlage bezeichnete er als „Quatsch“. Der Staat würde von hohen Energiepreisen profitieren, weshalb er Steuern und Abgaben darauf senken müsse.