Behörden: FDP will Englisch als Pflichtsprache

Mitarbeitende in deutschen Verwaltungsbehörden sollen künftig auch Englisch sprechen. Damit wollen die Liberalen die Einwanderungspolitik verbessern.

Der Vorschlag Englisch als zweite Sprache in der Verwaltung einzuführen, steht laut einem Medienbericht in einem Positionspapier zur Einwanderungspolitik. (Symbolbild)
Der Vorschlag Englisch als zweite Sprache in der Verwaltung einzuführen, steht laut einem Medienbericht in einem Positionspapier zur Einwanderungspolitik. (Symbolbild)imago/Nicole Schmidt

Die FDP fordert laut einem Zeitungsbericht die Einführung von Englisch als zusätzlicher Verwaltungssprache in deutschen Behörden. Damit sollten Migrantinnen und Migranten Behördengänge erleichtert werden, heißt es in einem Zehn-Punkte-Papier der Liberalen zur Einwanderungspolitik, über welches das Handelsblatt am Montag berichtete.

„Sprache ist der Schlüssel für eine gelungene Integration“, heißt es dem Blatt zufolge in dem Papier, das von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger und Parteivize Johannes Vogel erarbeitet wurde. Es soll an diesem Montag vom Parteipräsidium verabschiedet werden. Die Liberalen wollen damit die Pläne der Ampelkoalition für eine Reform des Einwanderungsrechts forcieren – auch um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

FDP will Blue Card für nicht-akademische Berufe

Neben Englisch als zusätzlicher Sprache auf Ämtern wird laut Handelsblatt in dem Papier der weitere Ausbau der Deutschförderung für Fachkräfte und ihre Familien gefordert. Als „besondere Priorität“ nennt die FDP den Abbau von Hürden bei der Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse.

Auch fordern die Freien Demokraten, dass die sogenannte Blue Card im nationalen Recht auf nicht-akademische Berufe erweitert wird. Die Blue Card ist ein Aufenthaltstitel mit Arbeitserlaubnis für Fachkräfte von außerhalb der EU, bisher zielt die Blaue Karte jedoch vor allem auf Hochschulabsolventen ab.