Der Ostseestrand in Sellin.
Foto: dpa/Stefan Sauer

BerlinIn Berlin, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern haben am Donnerstag die Sommerferien begonnen. Wegen der Corona-Krise machen in diesem Jahr mehr Deutsche im eigenen Land Urlaub. Das merken auch die Ferienorte an Nord- und Ostsee.

An den deutschen Strandorten wurde es am Freitag schon richtig voll. An den Stränden wimmelte es von sonnenhungrigen Menschen, und wer etwa in den beliebten Orten an der Lübecker Bucht noch einen Strandkorb ergattern wollte, stand meist vor dem Schild: „Belegt“.

Touristiker in Mecklenburg-Vorpommern rechnen mit einem weiteren Urlauberansturm am Wochenende. „Es ist schon ziemlich voll, aber jetzt kommen die intensivsten Zeiten“, sagte Tobias Woitendorf vom Landestourismusverband dem NDR. Auch die Pressesprecherin des Tourismus-Service Grömitz, Jaqueline Felsmann, berichtet von einer hohen Auslastung: „Bei uns sind die Quartiere fast restlos ausgebucht. Die Vorbuchungen für den Sommer 2020 waren auch vor der Corona-Pandemie schon sehr gut, so dass nur noch wenige kurzfristige Reisende hinzugekommen sind“, sagte sie der dpa.

An der Nordseeküste sind die Betten ebenfalls zum großen Teil ausgebucht. „Wir hatten vermutlich den stärksten Juni der vergangenen Jahre, und in der kommenden Woche werden wir die 90 Prozent-Marke in Auslastung und Belegung hinter uns lassen“, sagte Olaf Raffel vom Büsumer Tourismus Marketing Service TMS.

Um zu großes Gedränge an den Stränden zu verhindern, haben die Ostseebäder Scharbeutz, Sierksdorf, Neustadt, Pelzerhaken und Rettin eine Internetseite entwickelt, auf der sich Tagestouristen vorab über das Platzangebot an den Stränden informieren können. Das System werde spätestens Mitte Juli verfügbar sei, sagte der Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (TALB), André Rosinski der dpa.

Auf den Straßen im Norden rechnet der ADAC am Wochenende mit vielen Staus: Besonders betroffen sind  demnach die A7 Richtung Norden sowie die A1 zwischen Bremen und Hamburg sowie im weiteren Verlauf bis nach Puttgarden sei zu den Stoßzeiten mit langen Staus zu rechnen. Viele Urlauber werden wohl auch die A24 zwischen Hamburg und Berlin nutzen.

Wer nicht mit dem Auto fahren will, kann auf den Zug umsteigen: Auf der Strecke von Berlin nach Stralsund kommen in den Sommerferien zusätzliche Züge zum Einsatz. Jeweils freitags, samstags und sonntags fährt ab dem 26. Juni ein zusätzlicher DB-Regio-Zug aus der Hauptstadt in die Hansestadt an der Ostsee und ein zusätzlicher zurück, wie der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) mitteilte.