Berlin - Die Corona-Pandemie hat die Tourismusbranche hart gebeutelt: Kaum Flüge in ferne Länder, keine Hotelbuchungen, keine Restaurantbesuche. Darunter gelitten haben aber auch die Touristen selbst, denn viele wollten verreisen – und wollen es noch immer. Inzwischen ist die Corona-Lage einigermaßen überschaubar: die Infektionszahlen sinken, die Impfquoten steigen – oder, derzeit eher: sie stagnieren. Einige Länder haben ihre Grenzen deshalb nur für Geimpfte geöffnet. Wir zeigen Ihnen, was geht, wo was geht, und wo nichts geht.

Kanada

Kanada blieb lange vorsichtig. Erst im Juli 2021 hatte Premier Justin Trudeau in Aussicht gestellt, die Grenzen seines Landes ab September wieder zu öffnen, allein Amerikaner konnten schon eher rein. Jetzt ist September, und das heißt: Sie dürfen! Voraussetzung ist, dass Sie mit einem von der Regierung akzeptierten Impfstoff gegen Corona geschützt sind. Zudem müssen Sie einen negativen PCR-Test vorweisen, der bei Abflug nicht älter als 72 Stunden sein darf. Schließlich ist eine Registrierung mit der App „ArriveCAN“ notwendig. Können Sie all das vorweisen, steht einem Trip in das Land der Wälder und Seen mit den spektakulären Naturschauspielen nichts mehr im Wege. 

Singapur 

Ähnlich wie im Fall Kanadas ist seit Anfang September auch die Einreise nach Singapur wieder gestattet. Hier ebenso unter Einschränkungen: Sie müssen geimpft sein, um dann über die sogenannte Vaccinated Travel Lane (VTL) einreisen zu können. Daneben müssen sich alle ausländischen Touristen auch für den Vaccinated Travel Pass (VTP) registrieren. Zu guter Letzt muss 48 Stunden vor Abflug und bei Ankunft im Land jeweils ein PCR-Test gemacht werden. 

Karibik und Afrika – auch für Getestete 

Afrika war jener Kontinent, der sich nach Ausbruch der Pandemie wieder am schnellsten für den Tourismus geöffnet hat. Das liegt auch daran, dass die Inzidenzen in den wenigsten Regionen in die Höhe geschnellt sind. Schon seit Sommer 2020 können afrikanische Länder zu weiten Teilen wieder bereist werden, auch von getesteten Nicht-Geimpften: In Burkina Faso und an der Elfenbeinküste geht es sogar quarantänefrei. Für andere beliebte Reiseziele wie die Kapverden oder Ägypten ist trotz Impfung oder negativen Testergebnis nach Rückkehr mit Quarantäneauflagen zu rechnen. Das Auswärtige Amt stuft Ägypten derzeit als Hochrisikogebiet ein und spricht eine Covid-bedingte Reisewarnung aus. 

Für einige karibische Inseln ist die Reisewarnung bereits aufgehoben worden, sie gelten nicht länger als Hochrisikogebiet. Deshalb genügt in vielen Regionen ein negativer PCR-Test. Vor Ort müssen Sie jedoch mit einigen pandemiebedingten Einschränkungen rechnen, etwa mit der Maskenpflicht an öffentlichen Orten. Nach Kuba, in die Dominikanische Republik und auf die Bahamas können Geimpfte sogar einreisen, ohne anschließend 14 Tage in Quarantäne fristen zu müssen. Vor Urlaubsreisen nach Jamaika warnt das Auswärtige Amt derzeit. Allerdings: Einige karibische Inseln wurden Ende August von Hurrikan „Ida“ heftig getroffen, er hat vielerorts große Verwüstungen hinterlassen.

Und – was geht nicht? China, Japan und Australien halten ihre Grenzen noch immer fest verschlossen. Vor der Einreise in andere beliebte Länder, wie Südafrika oder Mexiko, warnt das Auswärtige Amt wegen des dortigen Infektionsgeschehens.