BerlinDie Polizei hat am Dienstag einen Mann in Marzahn festgenommen, der zuvor in einer Gemeinschaftsunterkunft randaliert und später einen Beamten mit einem Messer attackieren haben soll. Der irakische Tatverdächtige soll zunächst in einer Etage seiner Unterkunft die Beleuchtung zerstört und das Küchenmobiliar beschädigt haben. 

Anschließend soll er das Haus verlassen haben, aber kurze Zeit später zurückgekehrt sein. Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes vor Ort wollten dem mutmaßlichen Randalierer laut Polizei ein Hausverbot aussprechen und dessen Mitbewohner in Sicherheit bringen. Als sie die Tür zum Zimmer öffneten, soll der Mann mit Gegenständen nach ihnen geworfen und einen Mitarbeiter mit einem Aschenbecher am Kopf getroffen haben. Nach dem Schließen der Tür soll der Tatverdächtige versucht haben soll, ein Loch in die Wand zu treten.

Täter und Beamte ambulant behandelt

Nach einer kurzen Rangelei mit seinem Mitbewohner sei er dann mit einem Messer bewaffnet aus dem Zimmer gekommen und habe die Mitarbeiter bedroht, die ihn mit Feuerlöschern besprühten, hieß es. Alarmierte Einsatzkräfte entdeckten den Tatverdächtigen auf der Flucht. Als dieser sie sah, ging er mit dem Messer bewaffnet auf einen Beamten zu und machte mehrere Stich- sowie Schlagbewegungen in dessen Richtung, so die Polizei. Die Beamten setzten Reizgas ein und forderten den Mann mit gezogener Waffe erfolgreich dazu auf, das Messer fallen zu lassen.

Anschließend brachten sie den Festgenommenen zu Boden und fesselten ihn. Er musste wegen einer Schnittwunde an der Hand und einer Platzwunde am Kopf ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. Er blieb offiziellen Angaben nach bis Mittwochmorgen in Gewahrsam. Zwei Polizisten mussten demnach ebenfalls in einem Krankenhaus versorgt werden und konnten ihren Dienst danach nicht fortsetzen.