Blaulicht (Symbolbild)
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BerlinErmittler haben zwei Männer festgenommen, die die rechtsextremistische Vereinigung „Goyim Partei Deutschland“ angeführt haben sollen. Das teilte die Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Karlsruhe mit. Eine der Festnahmen sei in Berlin erfolgt, die andere in Heerlen in den Niederlanden. Die Wohnungen der beiden Männer sowie sechs weiterer Beschuldigter in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland seien durchsucht worden, hieß es.

Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass die beiden Männer zu den Rädelsführern der kriminellen Vereinigung gehören. Der in Heerlen Festgenommene soll die Vereinigung „Goyim Partei Deutschland“ im August 2016 gegründet haben. Die Gruppierung habe zum Ziel gehabt, über eine Internetseite massenhaft und systematisch rechtsextremistisches Gedankengut sowie die nationalsozialistische Weltanschauung zu verbreiten. Auf der Webseite sei der Holocaust geleugnet und Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes verharmlost worden. Auch sei zur Tötung jüdischer Menschen aufgerufen worden.

Der in Berlin Festgenommene habe sich der Gruppe 2018 angeschlossen. Am Freitag soll über eine mögliche Untersuchungshaft für ihn entschieden werden. Für den anderen Mann betreibt die Bundesanwaltschaft ein Auslieferungsverfahren.