Nach der Havarie eines ICE in Hamburg mussten 400 Reisende von Polizei und Feuerwehr am Donnerstag aus dem überhitzten Zug befreit werden. Das berichtet t-online. Wie ein Bahnsprecher dem Nachrichtenportal sagte, hatte es einen Schaden an der Oberleitung gegeben, was zu Einschränkungen im Zugverkehr geführt habe. Die Oberleitung sei auf den fahren ICE 681 von Lübeck nach München gekracht, was zur Folge hatte, dass der Zug an der Norderelbbrücke stehenblieb.

Die Klimaanlage des Zuges habe ohne den Strom nicht mehr arbeiten können, so der Bahnsprecher gegenüber t-online weiter. Die Züge hätten sich bis auf 39 Grad aufgeheizt. Erst eine Öffnung der Türen habe etwas Entlastung gebracht.

ICE-Havarie: Rettung der Fahrgäste gestaltet sich schwierig

Polizei und Feuerwehr rückten an, um die Fahrgäste aus dem überhitzten ICE zu befreien. Die Rettung gestaltete sich schwierig, da zunächst vor und hinter dem Zug eine Stromerdung durchgeführt werden musste, um die Reisenden vor Stromschlägen zu schützen. Nach mehr als zwei Stunden hatten alle Fahrgäste den ICE verlassen und wurden mit Bussen zum Hauptbahnhof gebracht. Ein Mensch musste ins Krankenhaus gebracht werden, drei Personen klagten über Kreislaufbeschwerden.

Wegen der Havarie kommt es weiterhin zu Einschränkungen im Bahnverkehr. Fernzüge werden derzeit über Gleise des Güterverkehrs umgeleitet, im Nahverkehr in Hamburg gibt es Ausfälle und Verspätungen. Wann der Schaden repariert ist, sei noch unklar, hieß es von der Bahn.