Berlin - Personen, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung dauerhaft oder vollständig erwerbsgemindert sind, erhalten von der Bunderegierung bislang keine Gutscheine für FFP2-Masken. Dies geht aus einem Bericht des Tagesspiegel hervor. Demnach sind von dem Ausschluss 500.000 Menschen betroffen. Diese beziehen Grundsicherung. 

Dem Bericht zufolge liege das weniger an der fehlenden Berechtigung als an der „Praktikabilität“. Der Tagesspiegel bezieht sich hierbei auf eine Anfrage beim Bundesgesundheitsministerium. Demnach sei es bei der „Ausweitung des Kreises der Anspruchsberechtigten auf Schutzmasken“ darum gegangen, „schnell zu handeln und die Masken unkompliziert einem breiten Personenkreis von bedürftigen Menschen zur Verfügung zu stellen“.

„Unkompliziert“ bedeute in diesem Zusammenhang, dass „den Krankenkassen, die bereits die Verteilaktion von Masken mit hoher Schutzwirkung an über 60-Jährige und Risikogruppen gemanagt hatten, auch die Daten der ALG-II-Beziehenden umfassend vorlägen“. Dies erleichtere die Identifikation des Personenkreises, heißt es. Im Falle von Grundsicherung-Beziehern sei dies anders: Hier lägen die notwendigen Daten nicht vor.