Frankfurt/Main - Kaffee soll wach machen und gut schmecken. Doch beim Geschmack halten die Regale der Discounter und Supermärkte manche Enttäuschung bereit, wie eine Untersuchung der Zeitschrift „Öko-Test“ zeigt. Bei den 20 gemahlenen Kaffees mit mittlerem Stärkegrad im Test reichte das Geschmacksurteil von „sehr gut“ bis „mangelhaft“.

Bekannte Markennamen sind für die Qualität des Kaffees ebenso wenig ein sicheres Indiz wie der Preis, zeigt die Untersuchung. Doch die Sensorik war gar nicht mal der größte Kritikpunkt. Immerhin zwölf Produkte überzeugten bei Geruch, Geschmack und Ausgewogenheit mit guten oder sehr guten Teilnoten.

Kritik an fehlender Transparenz bei Anbaubedingungen und Lieferketten

Viel mehr auszusetzen hatte die Zeitschrift bei enthaltenen Schadstoffen wie Acrylamid. Weiterhin bemängelte „Öko-Test“ vielfach fehlende Transparenz mit Blick auf Anbaubedingungen und Lieferketten. Der Rat: Wer darauf Wert legt, dass weder die Natur im Anbauland über Gebühr geschädigt wird noch die Menschen vor Ort für den Kaffeegenuss ausgebeutet werden, sollte darauf achten, dass sich auf der Packung ein Bio-Label und ein Zertifikat für fairen Handel finden.

In allen Bereichen – Geschmack, Inhaltsstoffe, Kaffeeanbau und Transparenz – „gut“ oder „sehr gut“, war nur ein Produkt: „Faires Pfund Bio Kaffee aus Fairem Handel, gemahlen“ von Gepa (8,49 Euro für 500 Gramm). Das war auch das Beste unter den sechs Bio-Produkten im Test. Unter den konventionellen Kaffees ganz vorne lag „Amaroy Extra, Röstkaffee gemahlen“ von Aldi Süd (3,59 Euro für 500 Gramm).