Fleetwood-Mac-Sängerin Christine McVie ist tot

Die Musikerin wurde mit Songs wie „Little Lies“ und „Over My Head“ weltberühmt. Nun ist sie mit 79 Jahren gestorben. Es heißt, sie sei friedlich eingeschlafen.

Köln, 2015: Christine McVie von der Band Fleetwood Mac singt in der Lanxessarena. 
Köln, 2015: Christine McVie von der Band Fleetwood Mac singt in der Lanxessarena. dpa/Henning Kaiser

Ihre Stimme beim Welthit „Little Lies“ ist noch Millionen Menschen im Ohr: Die britische Musikerin Christine McVie von der Gruppe Fleetwood Mac ist tot. Das teilte die Band am Mittwochabend in sozialen Medien mit. „Es gibt keine Worte, die unsere Trauer über ihren Tod beschreiben können“, heißt es in einem Statement der Gruppe auf Twitter, Facebook und Instagram. „Sie war die beste Musikerin, die sich eine Band wünschen kann, und die beste Freundin, die man im Leben haben kann.“

Die Nachrichtenagentur PA zitierte ein Statement der Familie, wonach die 79-Jährige am Mittwochmorgen „nach kurzer Krankheit im Krankenhaus friedlich eingeschlafen“ sei - „im Kreis ihrer Familie“.

Christine McVie war Keyboarderin und neben ihrer Kollegin Stevie Nicks die zweite Sängerin der vor allem in den 1970ern und 1980ern international enorm erfolgreichen Gruppe Fleetwood Mac. Sie schrieb die Texte von mehreren bekannten Songs. Aus ihrer Feder stammte unter anderem der allererste Fleetwood-Mac-Hit „Over My Head“.

Geboren wurde Christine McVie als Christine Perfect. Unter diesem Namen nahm sie auch ein Soloalbum auf. Zunächst war sie Pianistin und Background-Sängerin der Gruppe Chicken Shack, die mit Fleetwood Mac auf Tour ging. 1968 heiratete sie den Fleetwood-Mac-Bassisten John McVie und stieg ein paar Jahre später als Keyboarderin ein.

„Rumours“: Eines der meistverkauften Alben der Musikgeschichte

Auch nach der Scheidung blieben beide in der Gruppe. Mitte der 1970er Jahre siedelten Fleetwood Mac in die USA über, wo sich das US-Duo Lindsey Buckingham/Stevie Nicks der Band anschloss. Mit dem Album „Rumours“, einem der meistverkauften Alben der Musikgeschichte, gelang 1977 der große Durchbruch, Fleetwood Mac wurden zu Weltstars.

„Rumours“ wurde auch von der Trennung der McVies inspiriert. McVie sang auf dem Album unter anderem den Hit „Don't Stop“, ein Duett mit Sänger und Gitarrist Buckingham. Als Keyboarderin trat sie zwar weniger in der Rolle der Leadsängerin in Erscheinung als ihre Bandkollegin Nicks. McVie lieh aber weiteren Hits ihre Stimme, darunter „Little Lies“ und „Everywhere“ vom Erfolgsalbum „Tango In The Night“ (1987).

Ende der 90er Jahre verließ Christine McVie die Gruppe und zog sich weitestgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Erst 2014 stieg sie wieder ein. Am 20. November 2019 gab McVie auf der Tournee zum 50. Bandjubiläum ihr letztes Konzert mit Fleetwood Mac.