Berlin - Bei einer Verfolgungsjagd in Neukölln hat ein Raser einen Unfall verursacht, bei dem eine unbeteiligte Fußgängerin schwer verletzt wurde. Wie die Polizei mitteilte, wollte sich der Unfallfahrer am Sonntag gegen 13 Uhr einer Verkehrskontrolle entziehen. 

Zivilbeamten der Autobahnpolizei war der Fahrer eines Audi A6 auf der Stadtautobahn aufgefallen, weil er der Polizei zufolge zu schnell unterwegs gewesen sein soll. Als die Polizisten den Wagen anhalten und überprüfen wollten, habe der Fahrer beschleunigt, um zu entkommen. An der Anschlussstelle Oberlandstraße fuhr der Audi-Fahrer von der A 100 ab und raste in die Silbersteinstraße.

Mit über 100 Kilometer pro Stunde durch Neukölln

Weitere Polizisten hatten dort einen Kontrollposten mit Stoppsignalen aufgebaut. „Um nicht von dem bis zu 100 Stundenkilometern schnellen Fahrzeug erfasst zu werden, mussten die Kollegen sich mit einem Sprung zur Seite retten“, erklärt ein Polizeisprecher. An der Kreuzung Hermannstraße verlor der Fahrer beim Abbiegen die Kontrolle über den Wagen und prallte gegen einen Ampelmast. Als der Mast durch die Wucht des Aufpralls umknickte, wurde dabei eine 81-jährige Passantin getroffen. 

Die Seniorin, bei der es sich nach Informationen der Berliner Zeitung um die Mutter des Besitzers eines bekannten Berliner Curry-Wurst-Imbisses handelt, erlitt einen Beinbruch sowie mehrere Prellungen. Aufgrund der Schwere der Verletzungen musste sie nach Angaben der Polizei in einem Krankenhaus notoperiert werden. 

Der 25-jährige Fahrer wurde noch am Unfallort festgenommen. Den Beamten erzählte er, dass er keine Fahrerlaubnis besitzt und kurz zuvor Drogen konsumiert hatte. Er sei mit dem Audi losgefahren, ohne den Eigentümer darüber zu informieren.