Geflohene Ukrainerinnen und Ukrainer können über den Sommer in Deutschland die Zugangstests für ein Studium in ihrer Heimat ablegen. An sechs Standorten können sie standardisierte Prüfungen für die Aufnahme und eine Fortsetzung des Studiums an ukrainischen Hochschulen ablegen, wie die Hochschulrektorenkonferenz am Donnerstag mitteilte. Erwartet würden etwa 5500 Testteilnehmerinnen und -teilnehmer.

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) erklärte, sie sei beeindruckt davon, „wie sich viele junge Ukrainerinnen und Ukrainer auf ein Studium in ihrer Heimat und damit ihre Zukunft vorbereiten“. Mit den sechs Standorten für Hochschulzugangstests in Deutschland „wollen wir sie dabei unterstützen und so die Kontinuität ihrer Bildungsbiografien sichern“.

Interessierte sollen die Zugangstests zwischen dem 22. Juli und dem 3. Oktober in Berlin, Hamburg, Köln, München, Frankfurt am Main und Leipzig ablegen können.

Das ukrainische Ministerium für Bildung und Wissenschaft habe sich mit der Bitte um Unterstützung an das Bundesministerium für Bildung und Forschung gewandt, hieß es. Die deutschen Hochschulen stellen Räumlichkeiten, Computerarbeitsplätze mit Internetanbindung und sprachkundiges Personal, um etwa die Identität der Prüflinge zu verifizieren und diese bei den Tests zu betreuen.