Seit Jahresbeginn haben nach offiziellen Angaben etwa 18.000 Flüchtlinge Italien über den Seeweg erreicht (Archiv).
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RomVor der Küste der süditalienischen Region Kalabrien ist am Sonntag ein Boot mit Dutzenden Flüchtlingen an Bord in Brand geraten und explodiert. Dabei starben nach Angaben italienischer Behörden vier Menschen. Fünf weitere Personen wurden verletzt, zwei Menschen werden vermisst.

Demnach sei ein Schiff der Küstenwache bei der Rettung der zuvor entdeckten Migranten im Einsatz gewesen, als es an Bord des Bootes zu einem Brand kam. Kurz danach seien nach derzeitigem Kenntnisstand Treibstoffreserven an Bord explodiert. Mehrere Menschen seien in Panik ins Wasser gesprungen. Ein lokaler Fernsehsender veröffentlichte Aufnahmen der Zwischenfalls. Die Bilder stammen demnach von der italienischen Küstenwache, der Guardia Costiera.

Vier Menschen sind nach offiziellen Angaben bei der Explosion gestorben. Fünf Personen, darunter zwei Polizisten, die sich mit der Küstenwache an der Rettungsaktion beteiligten, wurden verletzt, berichteten italienische Medien am Sonntag. Alle Verletzten wurden zum nächstgelegenen Hafen Le Castella gebracht.

Drei verletzte Migranten schwebten am Sonntagabend noch in Lebensgefahr. Sie wurden mit schweren Brandwunden in ein Krankenhaus eingeliefert. Seit Jahresbeginn haben nach offiziellen Angaben etwa 18.000 Flüchtlinge Italien über den Seeweg erreicht. Im Vergleichszeitraum 2019 waren es 4878.