Sfax - Vor der tunesischen Küste ist erneut ein Boot mit Migranten gesunken. Mindestens 20 Menschen seien ertrunken und unter den Opfern sei auch ein Baby, sagte ein Sprecher der Küstenwache im tunesischen Sfax am Freitag. Drei weitere Menschen seien bei dem Unfall am Donnerstag im Mittelmeer gerettet worden. Die Menschen stammten demnach aus Ländern südlich der Sahara. Nach Vermissten werde noch gesucht. Erst im März waren bei einem Bootsunglück vor der Küste Tunesiens 39 Menschen ums Leben gekommen. Sie waren auf dem Weg nach Italien.

Jedes Jahr wagen Tausende Migranten die lebensgefährliche Überfahrt von Tunesien und Libyen aus nach Europa. 2019 starben dabei nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 1200 Menschen. Nach Informationen des Tunesischen Forums für Wirtschaft und Sozialrechte setzten im vergangenen Jahr mindestens 12.000 Migranten mit Booten von Tunesien nach Italien über.