Ryanair streicht 230 Flüge von und nach Berlin

Wegen der hohe Flughafengebühren nimmt die Billig-Fluggesellschaft Ryanair am Hauptstadtflughafen BER zum Winter zahlreiche Flüge aus dem Programm. 

Ein Passagierflugzeug der Ryanair am Hauptstadtflughafen BER.
Ein Passagierflugzeug der Ryanair am Hauptstadtflughafen BER.dpa/Patrick Pleul

Mit Verweis auf hohe Flughafengebühren nimmt die Billig-Fluggesellschaft Ryanair am Hauptstadtflughafen BER zum Winter zahlreiche Flüge aus dem Programm. „Mit 19 weniger Strecken und 230 weniger wöchentlichen Flügen“ von und nach Berlin wolle das Unternehmen in die Winterreisezeit gehen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Damit reduziere sich das wöchentliche Flugangebot von Ryanair am BER um 40 Prozent im Vergleich zum Winterflugplan 2019. Auch am Flughafen Frankfurt werde das Angebot reduziert.

„Die höheren Flughafenkosten in Berlin machen es für uns jedoch attraktiver, Flugzeuge auf kostengünstigere Alternativen in andere Regionen Deutschlands und Europas zu verlegen“, teilte Ryanair-Chef Michael O'Leary mit. „Ryanair fordert die deutsche Regierung und die großen deutschen Flughäfen erneut auf, die Flughafengebühren und die Bundessteuer zu senken, um die Erholung des deutschen Flugverkehrs, des Tourismus und der Arbeitsplätze zu fördern.“

Der am BER deutlich größere Billigflieger Easyjet hatte bereits im Frühling angekündigt, Flotte und Personal in Schönefeld ab dem Winter deutlich zu reduzieren. Elf der 18 dort registrierten Flugzeuge will das Unternehmen an andere Standorte verlagern, 200 Beschäftigte müssen gehen. Easyjet nannte als Grund ebenfalls zu hohe Flughafengebühren.