München - Der Fund einer Mörsergranate im Rucksack eines 28-Jährigen hat am Münchner Flughafen für einen Großeinsatz gesorgt. Mitarbeiter der Fluggastkontrolle entdeckten das knapp 20 Zentimeter lange Mörsergeschoss am Donnerstag im Handgepäck des Mannes, der in die Türkei unterwegs war, wie die Bundespolizei am Flughafen am Freitag mitteilte. Herbeigerufene Spezialkräfte sperrten den Flughafenbereich daraufhin für drei Stunden großräumig ab.

Spezialisten transportierten die Granate sorgsam ab und machten sie anschließend unschädlich. Der 28-Jährige erklärte den Angaben zufolge in einer Vernehmung, dass er das Geschoss vor einigen Wochen bei einer Bergwanderung in der Schweiz gefunden und eingesteckt habe.

Was der Mann mit der Mörsergranate genau wollte, konnte er den Beamten nicht sagen. Den 28-Jährigen erwarten nun eine Strafanzeige, eventuelle Schadenersatzzahlungen von Flughafen und Airlines sowie eine Rechnung für den Polizeieinsatz.