„McFit“-Gründer mit Flugzeug verunglückt? Leichen vor Costa Ricas Küste entdeckt

Berichten zufolge könnte „McFit“-Gründer Rainer Schaller mit vier Deutschen vor Costa Ricas Küste abgestürzt sein. Nun wurden die ersten Toten gefunden.

„McFit“-Gründer Rainer Schaller soll mit dem Flugzeug verunglückt sein.
„McFit“-Gründer Rainer Schaller soll mit dem Flugzeug verunglückt sein.dpa/Marius Becker

Bei der Suche nach einem vermissten Privatflugzeug mit fünf deutschen Passagieren vor der Küste von Costa Rica haben die Einsatzkräfte zwei Tote entdeckt. Die Leichen eines Erwachsenen und eines Kindes seien im Meer gefunden worden, berichtete der Fernsehsender Teletica am Samstag unter Berufung auf das Ministerium für öffentliche Sicherheit. Zuvor waren rund 28 Kilometer vom Flughafen von Limón entfernt bereits Teile des Rumpfes, Sitze und mehrere Gepäckstücke entdeckt worden.

„In dem Flugzeug waren fünf Passagiere und ein Pilot - insgesamt sechs Menschen“, sagte der Direktor der zivilen Luftfahrtbehörde, Fernando Naranjo. „Ausgehend von den Geburtsdaten waren auch zwei Kinder darunter.“

Nach Informationen der Bild-Zeitung sollen sich an Bord der Maschine der Gründer der Fitnessstudio-Kette McFit, Rainer Schaller, seine Freundin, deren zwei Kinder sowie ein weiterer Mann befunden haben. Die Zeitung meldete dies unter Berufung auf die Sprecherin des McFit-Betreibers RSG-Group GmbH, Jeanine Minaty. „Mehr wissen wir im Moment auch nicht“, sagte die Sprecherin demnach.

Funkkontakt brach gegen 18 Uhr ab

Nach Angaben der costaricanischen Behörden hatte sich die Privatmaschine mit fünf Deutschen an Bord am Freitag auf dem Weg von Mexiko zum Flughafen der Provinz Limón an der Karibikküste befunden. Um 18 Uhr sei der Funkkontakt zu ihr abgebrochen, hatte der costaricanische Minister für öffentliche Sicherheit, Jorge Torres, mitgeteilt. Der Pilot habe plötzlich die Verbindung mit dem Kontrollturm des Flughafens von Barra de Parismina verloren, daraufhin seien sofort alle Maßnahmen eingeleitet worden, um sie zu orten, hatte Torres gesagt.

Einsatzkräfte zogen diese Gegenstände, darunter mehrere Rucksäcke, aus dem Meer. 
Einsatzkräfte zogen diese Gegenstände, darunter mehrere Rucksäcke, aus dem Meer. AFP/Costa Rica's Public Security Ministery

Die Maschine war am Freitagabend (Ortszeit) auf dem Flug von Mexiko nach Costa Rica verschollen. Die Kommunikation sei abgerissen, als sich das Flugzeug über dem Meer dem Flughafen von Limón näherte, teilte das Sicherheitsministerium mit. „Das Flugzeug ist etwa 25 Meilen vor dem Flughafen Limón vom Radar verschwunden. Die Maschine sollte um 18.58 Uhr landen, wir haben sie in einer Höhe von 2000 Fuß verloren“, sagte Luftfahrtdirektor Naranjo. Das sind rund 600 Meter.

Wegen ungünstiger Witterungsverhältnisse wurden die Sucharbeiten in der Nacht zunächst eingestellt. Am Samstag nahmen die Küstenwache und die Behörde für Überwachung des Luftraums die Suche wieder auf. Am Flughafen von Limón wurde eine Kommandozentrale eingerichtet, um die Sucharbeiten zu koordinieren.

„Der Fall ist uns bekannt“, hieß es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. „Unsere Botschaft in San José steht zur Aufklärung des Sachverhalts mit den örtlichen Behörden in Kontakt.“