FIA-Präsident Jean Todt am 22.Juli 2020 in Genf. 
Foto: AFP/Fabrice Coffrini

ParisJean Todt, der Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, hat den Restart der Formel 1 inmitten der Corona-Pandemie gelobt. Zugleich rief er aber zu anhaltender Vorsicht auf. „Die gesamte Vorbereitung und der Ablauf während und nach den Rennen war ein großer Erfolg. Aber wir können nicht den Sieg beanspruchen, denn wir sind diesem Virus ausgeliefert, bis wir einen Impfstoff haben“, sagte Todt im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP.

Am 5. Juli wagte die Motorsport-Königsklasse den um knapp vier Monate verspäteten Saisonstart in Spielberg in Österreich mit einem umfangreichem Hygienekonzept und deutlich reduziertem Personal.

Dennoch waren bei jedem der bislang drei Rennen mehr als 4000 Corona-Tests notwendig. Ein enormer Aufwand, der für Todt aber gerechtfertigt ist. „Wir mussten den Motorsport wiederaufnehmen, wir mussten den Sport wiederaufnehmen, ebenso wie Geschäfte oder Restaurants wieder geöffnet werden mussten“, sagte der 74-jährige Franzose. Und weiter: „Wir konnten uns nicht vorstellen, unbegrenzt in unseren Häusern eingesperrt zu bleiben.“