Baltimore - Ein Wissenschaftler der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore hat festgestellt, dass Trash-Fernsehen, das Hirn schrumpfen lässt. Dr. Ryan Dougherty hat dazu die Effekte, die der intensive Konsum von seichtem Fernsehprogramm auf Gehirne von mittelalten Menschen hat, analysiert. 

An der Studie nahmen 599 Menschen im Alter von 30 bis 50 Jahren teil, die täglich zwei bis drei Stunden Fernsehen schauten. Das Ergebnis: Das Volumen der grauen Substanz im Hirn war geringer als das bei Vergleichspersonen, die kein Fernsehen schauten. Im ungünstigsten Fall könnte der Konsum von Trash-TV sogar zu Demenz führen, heißt es. Auch mehr körperliche Aktivität habe zu keiner Verbesserung geführt. 

Macht Fernsehen dumm?

Wie der Stern schreibt, rät Dougherty ersatzweise zu die Gehirnsubstanz fördernden Aktivitäten wie Brettspielen. Fernsehen steht bereits seit langem in Verdacht „Verdummungspotenzial“ zu besitzen. Wissenschaftlich belegt wurde dies jedoch noch nie. 

Zuletzt hatte die deutsche Schauspielerin Sibel Kekilli das Fernsehprogramm kritisiert. Der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte die 41-Jährige: „Es gibt doch fast nur noch Krimis, schlichte Komödien, Arztserien und Quizshows – als Zuschauerin bin ich da schon etwas beleidigt, dass man mich so unterfordert.“