Forscher: Digitale Techniken stärker für Naturschutz nutzen

Wissenschaftler aus Brandenburg und Berlin haben gefordert, den Einsatz digitaler Technologien in der Landwirtschaft für den Natur- und Artenschutz weiter zu...

ARCHIV - Ein Landwirt erntet mit einem Mähdrescher Getreide auf einem Feld.
ARCHIV - Ein Landwirt erntet mit einem Mähdrescher Getreide auf einem Feld.Patrick Pleul/dpa/Archivbild

Müncheberg-Wissenschaftler aus Brandenburg und Berlin haben gefordert, den Einsatz digitaler Technologien in der Landwirtschaft für den Natur- und Artenschutz weiter zu entwickeln. Aktuell werden technische Neuerungen in der Agrarbranche in erster Linie zur Ertragssteigerung oder für Arbeitserleichterungen eingesetzt, wie Forschende vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Berlin und vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg am Dienstag gemeinsam mitteilten. „Wenn sich dieser Trend fortsetzt, rückt eine nachhaltige Transformation der Landwirtschaft weiter in die Ferne“, hieß es. Die beiden Forschungseinrichtungen arbeiteten an einer jetzt veröffentlichten und vom Bundesamt für Naturschutz in Auftrag gegebenen Studie.

Digitale Technologien wie Drohnen, Sensoren, Agrar-Apps und GPS-gesteuerte Roboter könnten helfen, dass die Landwirtschaft ökologischer werde, etwa indem der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden verringert werde. Doch damit dies gelinge, brauche es ökologische und soziale Leitlinien, sonst könnte die Digitalisierung bestehende Probleme sogar verschärfen, stellten die Wissenschaftler fest.

Sie fordern mehr unabhängige Studien auch zu Risiken der Digitalisierung in der Landwirtschaft. Zudem sollten ihrer Ansicht nach die Förderprogramme der Landwirtschaft stärker an ökologischen und soziale Kriterien ausgerichtet sein. Es fehle auch ein ausreichendes Glasfaser- und Mobilfunknetz in dünn besiedelten Regionen. Dies sei notwendig, damit landwirtschaftliche Betriebe von der Digitalisierung profitieren könnten.