Eine spezialisierte Bande schmuggelt offenbar wertvolle historische Artefakte aus der Ukraine nach Russland. Dies geht aus einem Bericht des Guardian hervor. Demnach hat ein internationales Team aus Wissenschaftlern und Experten die Diebstähle verfolgt. Dabei soll es sich vor allem um skythisches Gold handeln, wertvolle alte Filigranstücke, die oft Tiere darstellen, heißt es.

„Diese Gegenstände sind optisch atemberaubend, und es gibt jetzt so viele Berichte über Diebstähle, dass es offensichtlich ist, dass es sich um eine Strategie handelt“, sagt der Anthropologe Brian Daniels. Das Team um Daniels hat, so der Bericht, seit Beginn des Ukraine-Krieges die Plünderung und Zerstörung kultureller Objekte überwacht und Muster hinter dem Vorgehen der Bande entdeckt.

Es gebe „sehr starke Beweise“ dafür, dass eine spezialisierte Bande bestimmte Ornamente und Gemälde „gezielt“ nach Russland gebracht hat. Daniels sagte gegenüber dem Observer, dass es unklar sei, ob der Geldwert der ausschlaggebende Punkt für die Bande sei oder ob die Objekte aufgrund ihres kulturellen Stellenwerts ausgewählt wurden. Es bestehe die „Möglichkeit der Untergrabung der Identität der Ukraine als eigenständiges Land“, so Daniels.