Berlin - Wenn die Bedürftigen coronabedingt nicht zum vorweihnachtlichen Gänseschmaus kommen können, kommt der Sänger eben zu ihnen: Frank Zander (78) hat in Berlin Suppe für obdachlose Menschen ausgegeben. „Kartoffel-Gemüsesuppe gab's, sehr lecker gemacht“, sagte Marcus Zander, der Sohn des Entertainers, am Donnerstag. Sein Vater selbst habe gleich zwei Portionen gegessen. Frank Zander übergab zudem symbolisch einen Scheck über 21.000 Euro für den Suppenbus der Berliner Stadtmission.

Wegen der jährlichen großen Weihnachtsfeiern für Bedürftige sei seine Familie in Kontakt mit vielen Firmen, die auch in diesem Jahr spendeten, erläuterte Marcus Zander. Dieses Geld reiche die Familie weiter. Auch Foodtrucks von Caritas und Diakonie unterstützen die Zanders – kommende Woche wolle der Sänger an Bord sein und mit Leuten in Kontakt kommen. Gelder flössen auch in dezentrale kleine Weihnachtsfeiern in Hilfseinrichtungen.

Frank Zander sagte der dpa kürzlich über seine Motivation: „Ich bin sehr sozial, weiß eigentlich nicht, woher ich das habe. Aber ich sehe, dass das Geld ungerecht verteilt ist.“

Normalerweise veranstalten die Zanders mithilfe von Hunderten Ehrenamtlichen eine Weihnachtsfeier für etwa 3000 Obdachlose und Bedürftige im Estrel-Hotel Berlin. Dabei packen auch viele Promis mit an. In diesem Jahr wäre es die 26. Feier gewesen. Wegen der Pandemie fällt die Veranstaltung aus.