Gelbwesten in Lyon Ende Mai.
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ParisIn Frankreich wollen die Gelbwesten am Samstag erstmals seit längerer Zeit wieder großflächig auf die Straße gehen. Ihre Anhänger haben ab 10 Uhr zu Kundgebungen in Paris sowie in anderen Großstädten aufgerufen. In der Hauptstadt werden nach Polizeiangaben bis zu 5000 Demonstranten erwartet, darunter bis zu tausend, die als gewaltbereit gelten. Die Polizeipräfektur hat Versammlungen auf dem Boulevard Champs-Elysées sowie rund um Regierungs- und Parlamentsgebäude untersagt.

Jérôme Rodrigues, der als eine wichtige Figur in der Bewegung gilt, rief zu „vollständigem zivilen Ungehorsam“ auf. Die Gelbwesten-Bewegung entstand vor etwa zwei Jahren. Bei Massenprotesten gegen Ungleichheit und die Politik von Präsident Emmanuel Macron kam es immer wieder zu Zusammenstößen mit der Polizei und zu Fällen exzessiver Polizeigewalt, was unter anderem UNO und Europarat kritisierten.