Frankreich: Neue Corona-Variante entdeckt?

B.1.640.2. stammt womöglich aus Kamerun. Ein Reiserückkehrer könnte einer Preprint-Studie zufolge zwölf weitere Menschen mit der neuen Variante infiziert haben.

Forscher haben womöglich eine neue Corona-Variante identifiziert. (Symbolbild)
Forscher haben womöglich eine neue Corona-Variante identifiziert. (Symbolbild)Imago

Paris-In Südfrankreich haben Wissenschaftler möglicherweise eine neue Variante des Coronavirus entdeckt. Laut Medienberichten soll die Preprint-Studie ergeben haben, dass mindestens dreizehn Menschen sich mit vorläufig unter der Bezeichnung B.1.640.2. bekannten Variante  infiziert haben. PCR-Tests hätten demnach zudem eine „atypische Mutationen-Kombination“ ergeben. 

Die Experten der französischen Regierung vermuten, dass B.1.640.2. aus Kamerun stammen könnte, da ein Infizierter von einer Reise aus dem zentralafrikanischen Land zurückgekehrt war. Dieser soll dann mindestens zwölf weitere Personen angesteckt haben. Die Forscher identifizierten in der Variante 46 Mutationen, heißt es in der Vorab-Publikation, die bislang noch nicht von unabhängigen Experten begutachtet worden ist. 

Forscher: Neue Mutation könnte sich womöglich besser ausbreiten

Festgestellt wurden demnach die Mutationen N501Y und E484K. N501Y wurde bereits in der Alpha-Variante nachgewiesen. Laut aktuellem Forschungsstand kann sich N501Y besser ausbreiten als andere Mutationen, da sie über die Möglichkeit einer stärkeren Zellenbindung verfügt, heißt es. Die Escape-Mutation E484K könnte womöglich die Wirksamkeit von Impfstoffen beeinflussen. Noch müssen weitere Studien durchgeführt werden, doch könnte es sein, dass B.1.640.2. ansteckender ist als der Wildtyp, berichtet beispielsweise Bild. Die Daten seien ein „weiteres Beispiel für die Unvorhersehbarkeit des Auftretens von SARS-CoV-2-Varianten“, so die Studienautoren.