Paris - In Frankreich haben sich zum Jahreswechsel Tausende auf mehreren illegalen Großpartys getroffen. Bei einer Veranstaltung südlich der bretonischen Stadt Rennes waren etwa 2500 Menschen anwesend, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf das Département Ille-et-Vilaine am Freitag berichtete. Die Feiernden waren demnach auch aus anderen französischen Départements und sogar aus dem Ausland angereist.

Gendarme sicherten die Umgebung der Party in Lieuron ab, wie AFP berichtete. Desinfektionsmittel und Masken seien verteilt worden, um das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus zu minimieren. Die Staatsanwaltschaft habe in dem Fall Untersuchungen eingeleitet. Laut AFP feierten auch in Marseille und Seine-et-Marne etwa 300 und 100 Menschen ins neue Jahr. Ordnungskräfte hätten die Feiern aufgelöst. Der Sender Franceinfo berichtete zudem von einer geplanten Neujahrsfete mit 190 Gästen in der Normandie.

Schuss in den Brustkorb

Auf einer Silvesterfeier in der südwestfranzösischen Dordogne ist ein Mann durch einen Schuss getötet worden. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Bergerac am Freitag berichtete, wurde der 27-Jährige am Brustkorb getroffen und starb noch vor Ort. Der mutmaßliche Schütze kam in Untersuchungshaft, erste Nachforschungen wurden eingeleitet. 

Laut AFP soll es sich bei der Feier am Silvesterabend um eine Kostümparty zu der britischen Gangsterserie „Peaky Blinders“ gehandelt haben, in der die Figuren auch Schusswaffen tragen. Etwa 20 ehemalige Schulkameraden trafen sich demnach zu der Feier. Der Lokalradiosender France Bleu berichtete, dass auch einige der Gäste bewaffnet zu der Party kamen.

Wegen der Corona-Pandemie gelten in Frankreich enge Kontaktbeschränkungen. Laut einer Regierungsempfehlung sollten sich auch am Silvesterabend nicht mehr als sechs Erwachsene zu Hause treffen. Eine nächtliche Ausgangssperre untersagt zudem das Verlassen des Hauses zwischen 20 Uhr und 6 Uhr ohne triftigen Grund.