Köln Wegen der herabgefallenen Betonplatte von einer Lärmschutzwand der A3 bei Köln hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt eingeleitet. Dabei solle geklärt werden, ob der Tod der Fahrerin am Freitag auf „strafrechtlich vorwerfbares Verhalten einer oder mehrerer Personen zurückzuführen ist“, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag auf Anfrage mit. Ein Sachverständiger solle herauszufinden, wie sich die Betonplatte habe lösen können, hieß es dazu weiter.

Nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers weise ein Vorgutachten auf mangelhafte Befestigungen als Grund für den tödlichen Unfall hin. Metallhalterungen des Bauteils hätten sich als fehlerhaft erwiesen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf ein Vorgutachten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Köln. Bei der Behörde war zu dem Zeitungsbericht am Abend keine Stellungnahme zu erhalten.

Wie der Kölner Stadt-Anzeiger weiter berichtet, habe der Landesbetrieb Straßen.NRW unterdessen ein Ingenieurbüro beauftragt, das in den kommenden Tagen sämtliche Halterungen der Wandelemente auf beiden Seiten der A3 in dem Bereich untersuchen werde. Am Wochenende seien weitere Bauteile, die sich neben der Unglücksstelle befinden, im Rahmen des Vorgutachtens eingehend untersucht worden. Sie seien aber offenbar mit einem anderen Halterungssystem verankert.

Bei den anderen Platten gebe es aber keine weiteren Anzeichen darauf, dass sie lose seien, hatte zuvor ein Sprecher von Straßen.NRW am Montag mitgeteilt. Wann die rechten Fahrstreifen im Abschnitt entlang der Lärmschutzwand wieder freigegeben würden, sei noch nicht klar.

Am Freitag war eine fünf Tonnen schwere Betonplatte von einer Lärmschutzwand der A3 nahe der Anschlussstelle Köln-Dellbrück auf ein Auto gestürzt. Es wurde zertrümmert, die Fahrerin des Wagens starb.