DresdenEin 40-jähiger Masseur ist wegen der Vergewaltigung einer Kundin verurteilt worden. Die Strafe ist gering: Ein Jahr auf Bewährung und 3000 Euro als „Wiedergutmachung“ für das Opfer. Weil das Massage– und Wellnessstudio des verurteilten Vergewaltigers aufgrund der Corona–Verordnungen geschlossen ist, darf der aus Indien stammende Mann die 3000 Euro an sein Opfer in Raten von 100 Euro pro Monat abstottern. Das legte das Gericht fest. 

Angeklagt waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehrere Vergewaltigungen der Frau. Die Taten soll bereits 2018 bei einem Termin des Opfers in dem Massagestudio des Angeklagten stattgefunden haben. Statt die Kundin aber nur zu massieren, wurde Gejar  S. laut Gericht sexuell übergriffig. Weitere Details wurde nicht öffentlich verlesen. 

Sobald das Urteil rechtskräftig ist, muss der 40-Jährige jeden Monat 100 Euro an sein Opfer zahlen, bis die 3000 Euro abgezahlt sind. Diese Entscheidung begründete der zuständige Richter Frank Ponsold damit, dass Gejar S. derzeit kein Geld verdienen kann. Sein Massagestudio sei wegen der Corona-Verordnungen geschlossen. Daher sei das Abstottern der Schulden vertretbar.