Ermittler der Spurensicherung an der ausgehobenen Grube auf dem Spielplatz.
Foto: Klaus Oberst

BerlinKnapp sechs Monate nach dem gewaltsamen Tod einer 53 Jahre alten Frau in Berlin-Mitte kommen die beiden mutmaßlichen Täter ab Freitag vor das Landgericht. Die 42- und 35-jährigen Männer sollen den Ermittlungen zufolge in einer von ihnen bewohnten Baracke so massiv auf die Frau eingeschlagen haben, dass sie an ihren Verletzungen gestorben sei. Die Leiche war im Februar 2020 in einem Schlafsack auf einem Gehweg entdeckt worden. 

In rund 150 Meter Entfernung zum Fundort der Leiche fanden die Kriminalisten ein in einem Sandkasten ausgehobenes Grab. Den mutmaßlichen Tätern gelang es allerdings nicht, die Frau dort hineinzulegen, da sie bei ihrem Vorhaben von einem Zeugen gesehen wurden. Dieser hatte die Polizei alarmiert, nachdem er zwei Männer gesehen hatte, die sich auffällig benommen und an einem Gegenstand herumgezerrt hatten. Bei besagtem Gegenstand handelte es sich laut Polizei um den Schlafsack, in dem die Polizisten dann die Leiche der Frau entdeckten. Die beiden Verdächtigen waren bereits kurz nach dem Leichenfund festgenommen worden. Sie seien wie das Opfer ohne festen Wohnsitz gewesen.

Die Anklage lautet auf Totschlag. Zehn Prozesstage sind vorgesehen.