FSJ in Berlin: 29 Euro mehr Taschengeld 

Junge Menschen, die in Berlin ein Freiwilliges Soziales Jahr machen, können ab dem kommenden Jahr eine Erhöhung beantragen. Genau 29 Euro gibt es mehr –so viel, wie das Ticket für die Öffis derzeit kostet.

Ein junger Mann hilft einer Bewohnerin einer Wohngemeinschaft. FSJ-ler in Berlin erhalten ab dem kommenden Jahr 29 Euro mehr Taschengeld.
Ein junger Mann hilft einer Bewohnerin einer Wohngemeinschaft. FSJ-ler in Berlin erhalten ab dem kommenden Jahr 29 Euro mehr Taschengeld.dpa

Wer in Berlin ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert, hat ab dem kommenden Jahr Anspruch auf eine Taschengeld-Erhöhung von 29 Euro. Das teilte die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie am Dienstag mit. 

Die Höhe von 29 Euro ist laut Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) kein Zufall: 
Die Erhöhung sei gleichzusetzen mit einem Zuschuss für kostenlosen öffentlichen Nahverkehr in Berlin. „Junge Menschen können diese Taschengelderhöhung konkret nutzen, um zum Beispiel das 29-Euro-Ticket zu finanzieren, wenn sie das möchten. Die Anhebung ist natürlich individuell einsetzbar“, so Busse.

Die Erhöhung können die FSJ-Träger beim Senat für Bildung, Jugend und Familie beantragen.

Berlin: 2000 Freiwillige pro Jahr im FSJ

Aktuell absolvieren jährlich etwa 2000 junge Menschen bei 27 Trägern im Land Berlin ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Seit September 2022 gibt es bereits für anerkannte Träger die Möglichkeit, eine zusätzliche, monatliche Förderung von bis zu 120 Euro pro Freiwilligen zu beantragen. Von bislang 300 Euro im Monat stieg das Taschengeld für die Arbeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen im Herbst auf insgesamt derzeit 420 Euro. Mit der neuen Erhöhung wären es ab 2024 dann 449 Euro. 

Das Taschengeld im FSJ nähert sich damit langsam dem im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) an. Die Freiwilligendienstleistenden dort bekommen schon immer 510 Euro im Monat. Viele junge Berliner im FSJ hatten sich in den vergangenen Jahren deshalb immer wieder über eine ungleiche Behandlung beklagt.