Berlin -  Der internationale Twitter-Kanal der Klimaschutzbewegung Fridays For Future hat einen Beitrag geteilt, in dem es um Solidarisierung mit den Angriffen auf Israel geht.  In dem Post wird die israelische Regierung in Verbindung mit Militarismus und Kolonialismus gebracht. 

Die Bewegung schrieb zunächst, dass sie sich klar gegen Antisemitismus positioniere. Doch weiter hieß es: „Wir stehen auch gegen alle Formen von Kolonialismus und systematischer Unterdrückung durch Militär und Institutionen.“ 

Die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer hat sich von dem Tweet des internationalen Accounts distanziert. „Wir stellen uns klar und deutlich gegen jeden Antisemitismus, überall“, twitterte sie.

Auch unter ihrem deutschen Account setzte Fridays For Future einen Distanzierungs-Tweet ab. Dort heißt es: „Auf int. FFF-Kanälen wurde heute ein Beitrag zum Nahost-Konflikt gepostet, der antisemitische Inhalte verbreitet. Antisemitismus ist in keinster Weise mit unserem Selbstverständnis vereinbar.“

Der antisemitische Ursprungstweet erfuhr viel Kritik von den Usern, aber auch Zustimmung. So hat laut Focus beispielsweise die Berliner Sprecherin von Fridays For Future, Clara Meyer, den Post, der auch auf Instagram geteilt wurde, zunächst geliked. Später nahm sie die Markierung zurück.