Berlin  - Die Berliner Polizei hat am Sonnabend eine Party in Friedrichshain aufgelöst. Anwohner der Warschauer Straße hatten die Beamten alarmiert, da sie aus einer benachbarten Wohnung Party-Lärm hörten und beobachteten, wie wiederholt Personen in die Wohnung eingelassen wurden. 

Als die Polizisten gegen 17.30 Uhr im Hausflur des betroffenen Hauses ankamen, trafen sie auf vier Personen, die gerade an der Tür der besagten Wohnung klingeln wollten. Eine Frau versuchte, die Flucht zu ergreifen, wurde aber von den Beamten aufgehalten. Gegen alle vier wurden Anzeigen geschrieben.

Nach mehrmaligem Klingeln öffnete ein Mann schließlich die Wohnungstür, welche er beim Anblick der Beamten allerdings sofort wieder schloss. Erst auf weiteres Klingeln öffnete der 43-jährige Wohnungsmieter erneut die Tür und gab an, dass er sich ausschließlich zusammen mit seiner Freundin in der Wohnung aufhielte. 

Erst nach mehreren Aufforderungen ließ der Mann die Beamten in die Wohnung. Diese stellten in der Wohnung neben dem 43-Jährigen noch acht weitere Personen fest, welche sich nach Angaben der Polizeikräfte unkooperativ verhalten und den kompletten Einsatz mit dem Handy gefilmt hätten. Zudem sollen sie laut Polizei „teilweise die Existenz der aktuellen Pandemie bestritten und sämtliche Maßnahmen ins Lächerliche“ gezogen haben.

Den haushaltsfremden Personen wurde ein Platzverweis erteilt. Gegen alle Anwesenden wurde eine Anzeige wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gefertigt.