Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs sind für viele Deutsche bereits spürbar: Tanken und Heizen ist deutlich teurer geworden.

Wie aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervorgeht, fühlen sich 68 Prozent der Teilnehmer nach eigener Aussage durch steigende Heizkosten belastet, jeder Zweite (51 Prozent) empfindet die hohen Spritpreise als Belastung. Das führt dazu, dass die Menschen ihr Verhalten im Alltag an die neue Situation anpassen – dabei priorisieren sie jedoch unterschiedlich.

Das ändern die Deutschen:

  • 47 Prozent der Befragten heizen deswegen zu Hause bereits weniger.
  • 37 Prozent wollen weniger Auto fahren, 13 Prozent nutzen dafür öfter öffentliche Verkehrsmittel.
  • Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) achtet zudem beim Einkaufen mehr auf die Preise.
  • 18 Prozent planen nach eigener Aussage weniger Urlaube.
  • 45 Prozent versuchen allgemein, sparsamer zu leben.
  • Nur 17 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, ihr Konsumverhalten nicht geändert zu haben.

Obwohl viele der Befragten weniger heizen, lehnt die Mehrheit ein vollständiges Energieembargo gegen Russland ab. 57 Prozent der Teilnehmer sind demnach dafür, weiter Öl und Gas aus Russland zu beziehen, nur knapp jeder Dritte (30 Prozent) ist für ein vollständiges Energieembargo.

Befragt wurden die Teilnehmer zwischen dem 25. März und dem 6. April, also größtenteils vor Entdeckung der Gräueltaten von Butscha am 3. April.

(mit dpa)