Ghasni - Unbekannte haben im Südosten Afghanistans einen Journalisten getötet. Rahmatullah Nikzad sei nahe seinem Haus in Ghasni in der gleichnamigen Provinz mit einer schallgedämpften Pistole erschossen worden, teilte ein Sprecher der Provinzpolizei am Montag mit. Den Angaben zufolge war dies der fünfte Mord an einem Journalisten in den vergangenen zwei Monaten. Zu der Tat bekannte sich zunächst niemand. Die islamistisch-militanten Taliban, die in der Provinz aktiv sind, sagten ihrerseits, sie hätten eine sehr gute Beziehung zu dem Journalisten gehabt.

Niksad war der Chef der Journalistengewerkschaft in der Provinz gewesen. Er arbeitete den Angaben zufolge unter anderem für internationale Medien wie den Sender Al-Dschasira und die US-Nachrichtenagentur AP. Die Organisation Reporter ohne Grenzen bezeichnet Afghanistan als eines der gefährlichsten Länder für Journalisten.