Zum fünften Jahrestag des Todes von Helmut Kohl streiten seine Hinterbliebenen noch immer. Sohn Walter Kohl erhebt Vorwürfe gegen Maike Kohl-Richter, die zweite Frau des Altkanzlers. Es geht um das Grab des CDU-Politikers, der Deutschland von 1982 bis 1998 regierte. Maike Kohl-Richter sei „wohl zu geizig für einen würdigen Grabstein“ gewesen, sagt Walter Kohl der Bild-Zeitung. Das Grab ziert nur ein hölzernes Kreuz.

Es sei der letzte Wunsch des Altkanzlers gewesen, im Familiengrab neben seiner verstorbenen ersten Frau Hannelore in Ludwigshafen beigesetzt zu werden. Doch sein Grab befindet sich 28 Kilometer entfernt in Speyer. Es sei regelrecht „beschämend, dass Maike einen Absperrzaun und eine Videoüberwachung installieren konnte“, so Walter Kohl gegenüber Bild. Sie habe die Bitten seines Vaters ignoriert und wolle nichts daran ändern.

dpa/Egon Steiner
Der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) im Oktober 1982

Helmut Kohl: Bronzefiguren für Doppelgrab mit Hannelore bestellt?

Walter Kohl würde sich wünschen, dass sein Vater im Familiengrab in Ludwigshafen liegt – „bei seiner Frau Hannelore, ohne die er seinen Weg nie hätte gehen können“. Helmut Kohl habe nicht umsonst ein Doppelgrab anlegen lassen und bei einem Bildhauer Bronzefiguren bestellt. Der Altkanzler war am 16. Juni 2017 im Alter von 87 Jahren gestorben.