Wiesbaden - Deutschland importierte von Januar bis September 2020 Feuerwerkskörper mit einem Gewicht von 30.700 Tonnen, im Wert von 75,6 Millionen Euro. Das teilte das Statistische Bundesamt am Sonntag mit. Um Gruppenansammlungen zu vermeiden, soll das Silvesterfeuerwerk 2020 während der Corona-Pandemie eigentlich eingeschränkt werden. Trotzdem fallen die Importe von Feuerwerkskörpern drei Prozent größer aus als im Vorjahreszeitraum.

Schon im vergangenen Jahr ist das Feuerwerk kleiner ausgefallen als in den Jahren zuvor. Damals wurde das Böllern an vielen Orten verboten wegen des Klimawandels und um die Feinstaubbelastung in den Innenstädten zu verringern. Im gesamten Jahr 2019 wurden demnach fast 42.200 Tonnen Feuerwerkskörper im Wert von 108,4 Millionen Euro nach Deutschland importiert, fast 5200 Tonnen weniger als im Vorjahr. 2018 hatte die Importmenge einen Rekordwert von fast 47.400 Tonnen erreicht. 

In den ersten neun Monaten dieses Jahres und auch im vergangenen Jahr kamen fast alle nach Deutschland eingeführten Feuerwerkskörper aus China. 2019 lag der Anteil an allen Importen bei 97 Prozent. Die chinesischen Feuerwerkskörper machten in den vergangenen zwanzig Jahren durchgängig mehr als 90 Prozent an den insgesamt eingeführten Feuerwerkskörpern aus.

90 Prozent mehr Exporte in 2020

Die Mengen der ausgeführten Feuerwerkskörper liegt traditionell deutlich unter den Importen. 2019 wurden 4400 Tonnen im Wert von über 15,9 Millionen Euro exportiert. Aktuelle Monatszahlen zeigen einen deutlichen Anstieg: Die Exportmenge von Januar bis September 2020 (3800 Tonnen) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 90 Prozent. Die meisten Exporte (über 80 Prozent) gingen in die Niederlande. Das Nachbarland hatte kürzlich ein vollständiges Verbot für den Handel und die Nutzung von Feuerwerkskörpern für den anstehenden Jahreswechsel beschlossen.