Bericht: Neymar muss vor Gericht – Haftstrafe droht

Brasiliens Fußballstar Neymar werden Betrug und Korruption vorgeworfen. Es geht außerdem um eine Millionen-Geldstrafe.

2013 wechselte Neymar für kolportierte 57,1 Millionen Euro zu den Katalanen.
2013 wechselte Neymar für kolportierte 57,1 Millionen Euro zu den Katalanen.AP/Francois Mori

Berlin-Brasiliens Fußballstar Neymar droht nach einem Bericht der Zeitung Le Parisien eine zweijährige Haftstrafe.

Wie die französische Zeitung unter Berufung auf Gerichtsakten berichtet, muss der Stürmer des französischen Meisters Paris Saint-Germain an diesem Montag persönlich vor einem Gericht in Barcelona erscheinen. Dem 30-Jährigen werden Betrug und Korruption vorgeworfen. Neben der Gefängnisstrafe fordere die Staatsanwaltschaft von Barcelona auch eine Geldstrafe von zehn Millionen Euro.

Neben Neymar sind laut Le Parisien auch sein Vater, der damalige Barcelona-Chef Sandro Rosell und der FC Barcelona angeklagt. Am 21. Oktober soll Rosells Nachfolger Josep Bartomeu aussagen, der Prozess ist vom 17. bis 31. Oktober angesetzt. Rosell drohen laut Bericht sogar fünf Jahre Haft.

Justiz: Barcelona-Deal hatte Wert von rund 83 Millionen Euro

2013 wechselte der damals als eines der größten Talente im Weltfußball geltende Neymar für kolportierte 57,1 Millionen Euro zu den Katalanen. Nach Angaben des spanischen Topclubs sollen damals 40 Millionen Euro an Neymar und seine Familie sowie 17,1 Millionen Euro an den FC Santos geflossen sein. Die Justiz in Brasilien geht aber davon aus, dass der Deal einen Wert von rund 83 Millionen Euro hatte. Der Investitionsfonds DIS, der zu diesem Zeitpunkt 40 Prozent der Rechte an Neymar hielt, verklagte deshalb Neymar, seinen Vater, den FC Barcelona sowie Barças Ex-Präsidenten Rosell. Im Raum steht der Verdacht, dass der FC Barcelona den Transfer damals bewusst unterbewertet hat, um Kosten zu sparen.

2017 wechselte Neymar dann vom FC Barcelona für die Rekordsumme von 222 Millionen Euro nach Paris.