WM: Fifa verbietet belgisches Trikot mit dem Schriftzug „Love“

„Es ist traurig, aber die Fifa lässt uns keine Wahl. Der Rest des Trikots bleibt unverändert“, sagte der belgische Verbandspräsident Peter Bossaert.

Belgiens Superstar Eden Hazard trägt das rote Heimtrikot und die „One Love“-Kapitänsbinde.
Belgiens Superstar Eden Hazard trägt das rote Heimtrikot und die „One Love“-Kapitänsbinde.dpa/Bruno Fahy

Der absurde Hickhack um Botschaften auf WM Trikots geht in die nächste Runde. Zunächst war der Schriftzug „One Love“ auf den Kapitänsbinden einiger Nationalmannschaften von der Fifa verboten worden. Nach übereinstimmenden Medienberichten ist dem Weltverband nun auch das Wort „Love“ (Liebe) nicht recht.  Angeblich aus kommerziellen Gründen hat der Weltverband FIFA die Auswärtstrikots der belgischen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM-Endrunde in Katar verboten. Auf dem Trikot-Kragen ist lediglich  das Wort „Love“ zu erkennen.

Dies ist der Name der Kollektion, die FIFA-Hauptsponsor Adidas zusammen mit „Tomorrowland“ kreiert hat. Das Design soll für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusivität stehen. Das gleichnamige Elektronik-Musikfestival gehört indes nicht zu den Unterstützern der Weltmeisterschaft.

„Es ist traurig, aber die FIFA lässt uns keine Wahl. Der Rest des Trikots bleibt unverändert“, sagte der belgische Verbandspräsident Peter Bossaert der Tageszeitung Het Niewsblad. „Die belgische Nationalmannschaft wird in den ersten drei Spielen mit ihrem roten Haupttrikot spielen“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Sprecher der belgischen Mannschaft, Stefan Van Look.

Der WM-Dritte von 2018 bestreitet sein erstes Gruppenspiel am Mittwoch (20.00 Uhr/MEZ/ARD und MagentaTV) gegen Kanada. Das nunmehr „lieblose“ Auswärtstrikot kommt möglicherweise erstmals in der letzten Vorrundenbegegnung am 1. Dezember (16.00 Uhr MEZ) gegen Vize-Weltmeister Kroatien zum Einsatz. Angeblich aus kommerziellen Gründen hat der Weltverband FIFA die Auswärtstrikots der belgischen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM-Endrunde in Katar verboten.