Der deutsche Rekordnationalspieler Lothar Matthäus wirbt als offizieller Botschafter für die Fußball-Weltmeisterschaft im westasiatischen Katar. Die WM übe „eine Faszination“ aus, sagt der 61-Jährige in einem Video, das er auf seinem Twitter-Kanal teilte. Seine Rolle empfinde er daher als „etwas ganz Spezielles“ und „eine Auszeichnung“.

Für den Weltmeister-Kapitän von 1990 ist die Aufgabe nicht ganz neu. Bereits bei der WM 2018 in Russland war er als eine der sogenannten Fifa-„Legenden“ vor Ort im Einsatz. Damals trat Matthäus („Ich bin halber Russe“) auch im Kreml bei Staatspräsident Wladimir Putin auf, was ihm viel Kritik einbrachte.

Lothar Matthäus: „Politik und Sport lassen sich nicht trennen“

„Politik und Sport lassen sich nicht trennen, aber für uns Sportler zählt nur der friedliche und faire Wettkampf“, erklärte er damals. Die Menschen in Russland hätten „eine fantastische WM organisiert“ und überzeugten mit Gastfreundschaft und Herzlichkeit, „dafür gebührt ihnen Dank“. Diesen habe er ihnen ausgesprochen.

Katar wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik

Der Ölstaat Katar steht seit längerem in der Kritik. Es geht um miserable Arbeitsbedingungen im Rahmen der Errichtung des Fußballstadions. Schätzungsweise sollen etwa 15.000 Arbeiter für dieses Projekt ums Leben gekommen sein. Ebenfalls die diskriminierende Politik seitens des Emirats gegenüber Homosexuellen steht nun im Fokus der Kritik.

Neben Matthäus werben auch andere ehemalige Stars für die WM im Wüstenstaat (21. November bis 18. Dezember). Dazu zählen unter anderem Trainer Xavi, bürgerlich Xavier Hernández i Creus, vom FC Barcelona oder der frühere brasilianische Weltmeister-Kapitän Marcos Evangelista de Moraes, bekannt als Cafu.