Bei einem Fußballspiel im Jugendbereich ist es am Wochenende zu Bedrohungen und Gewalt gekommen. Der Vorfall habe sich am Samstagmittag bei einem Spiel der C-Jugend auf dem George-Floyd-Sportplatz im Poststadion ereignet, wie die Bild am Sonntag berichtet. Der 47-jährige Vater eines Spielers des Berliner Athletik Klub 07 e. V. (BAK) soll auf das Spielfeld gerannt sein. Dann habe er dem Bericht zufolge einen 14-jährigen Spieler des 1. SC Staaken angegriffen.

Auslöser soll ein Nachtreten des Jungen gewesen sein, der zuvor offenbar gefoult worden war. Videoaufnahmen würden dies zumindest belegen, hieß es. Der Vater des getretenen Spielers sei laut Zeugen ausgerastet. Er hätte den 14-Jährigen gewaltsam zu Boden gebracht und sogar gewürgt. Anschließend habe er laut Polizeiangaben ein Messer gezogen und damit andere Väter bedroht, die zur Hilfe eilten. Dabei habe der bewaffnete Mann „Ich stech dich ab“ gerufen.

Jugendleiter Grässner: „Sowas habe ich noch nie erlebt“

Zuschauer wählten den Notruf. Kurze Zeit später nahmen Polizisten den aufgebrachten Vater fest. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mann wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchter gefährlicher Körperverletzung. Sein Opfer, der 14-jährige Junge, habe einen Bluterguss am Hals erlitten. „Es geht ihm gut. Ich bin immer noch erschüttert. Sowas habe ich noch nie gesehen und erlebt, vor allem bei einem Jugendspiel. Wer nimmt denn zu einem Jugendspiel ein Messer mit“, sagte der Staakener Jugendleiter Michael Grässner der Bild.

Das Spiel der U-15-Junioren wurde nach den Tumulten bei einem Spielstand von 2:0 für Staaken abgebrochen. Der BAK möchte auf ein Wiederholungsspiel verzichten.