Macron tröstet Frankreichs Team: „Uns zum Träumen gebracht“

Nach dem WM-Finalsieg der Argentinier gegen Frankreich hat der französische Präsident Emmanuel Macron auch per Twitter Trost gespendet.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron tröstet Kylian Mbappé.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron tröstet Kylian Mbappé.Robert Michael/dpa

Paris-Nach dem WM-Finalsieg der Argentinier gegen Frankreich hat der französische Präsident Emmanuel Macron auch per Twitter Trost gespendet.

„Les Bleus haben uns zum Träumen gebracht“, schrieb der Staatschef nach dem WM-Finale in Katar, bei dem die französische Fußball-Nationalmannschaft, die wegen ihrer blauen Trikots auch häufig Les Bleus, die Blauen, genannt wird, 2:4 im Elfmeterschießen unterlag.

„Bravo an die französische Mannschaft für ihre Leistung und ihren Kampfgeist bei dieser Weltmeisterschaft. Sie haben die Nation und die Fans auf der ganzen Welt begeistert“, ergänzte Macron später auf Twitter. Der 44-Jährige hatte das Finale im Stadion verfolgt und den französischen Spielern anschließend die Medaillen für den zweiten Platz überreicht.

Schon beim Halbfinale gegen Marokko war Macron in Doha gewesen. Nach dem packenden Endspiel bemühte sich der Staatschef, die enttäuschten französischen Spieler auf dem Platz aufzumuntern. „Ich habe allen Spielern gesagt, dass sie uns unendlich stolz gemacht haben, dass sie uns zum Schwärmen gebracht haben“, sagte der Politiker dem Sender TF1.

Mbappé trifft und trauert – Dreierpack für Frankreich zu wenig

Frankreichs Präsident klopfte Kylian Mbappé auf die Schulter und sprach ihm Trost zu, doch Frankreichs Superstar starrte weiter mit leerem Blick in den Nachthimmel über dem Lusail Stadion. Der Offensivspieler war mit seinen drei Treffern im WM-Endspiel gegen Argentinien einer der Spieler des Spiels, und doch verpasste er mit der Équipe Tricolore durch das 2:4 im Elfmeterschießen seinen zweiten WM-Titel. Die Trophäe für den besten Torschützen der WM in Katar mit acht Treffern war da am Sonntag nur ein schwacher Trost.

Die Glückwünsche von Weltverbands-Präsident Gianni Infantino und den anderen Offiziellen um Macron nahm Mbappé mit versteinerter Miene entgegen. Ganz allein und etwas verloren schritt er über das große Siegerpodest, den goldenen Schuh in der Hand, um dann für das obligatorische Foto zu posieren. 

Mbappé war dennoch untröstlich. Minutenlang stand er nach dem Elfmeterschießen enttäuscht und frustriert auf dem Rasen, wischte sich immer wieder durch das Gesicht. Später setzte er sich auf die Ersatzbank, das Trikot über das Gesicht gezogen, um die feiernden Argentinier um Lionel Messi nicht sehen zu müssen. Weder Trainer Didier Deschamps noch seine Teamkollegen konnten den Stürmer von Paris Saint-Germain aufmuntern.

In seinem zweiten WM-Finale hatte Mbappé wie die gesamte französische Mannschaft zunächst schwer ins Spiel gefunden, drehte dann aber umso mehr auf. Mit einem Foulelfmeter in der 80. Minute, einem traumhaften Seitfallzieher (81.) und einem Handelfmeter (118.) erzielte er alle drei Tore Frankreichs im Endspiel und rettete die Équipe Tricolore zunächst in die Verlängerung und dann noch ins Elfmeterschießen.

Er ist erst der zweite Spieler nach dem Engländer Geoff Hurst im WM-Finale 1966, dem ein Dreierpack in einem WM-Endspiel gelungen ist. Insgesamt kommt er nun auf vier Treffer in WM-Endspielen, schon im Finale 2018 hatte er beim 4:2 gegen Kroatien ein Tor erzielt. Vier Tore in Finalbegegnungen einer WM waren zuvor noch keinem Spieler gelungen. Mit gerade einmal 23 Jahren kommt Mbappé nun zudem bereits auf zwölf WM-Tore. Der Rekord des früheren deutschen Nationalstürmers Miroslav Klose mit 16 Treffern ist schon jetzt in Reichweite für Mbappé.