Berlin - Der Berliner SPD hat sich für einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar ausgesprochen. Wie rbb24 berichet, hat der Landesverband der Partei diesbezüglich am Sonntag über einen entsprechenden Antrag entschieden. Rund 80 Prozent der Delegierten stimmten demnach für einen Boykott.

Zur Begründung heißt es dem Bericht zufolge in dem Papier: „Die WM in Katar kostet Menschenleben, unterstützt ein System, das Menschenrechte systematisch missachtet und Terrororganisationen fördert.“ Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) müsse das Turnier boykottieren, weil „ein Sport und insbesondere das finanzielle Geschäft damit“ nie höher stehen dürften als Menschenrechte.

DFB lehnt Boykott von Fußball-WM in Katar ab

Die Fußball-WM in Katar findet vom 21. November bis zum 18. Dezember 2022 statt. Schon seit geraumer Zeit wird die Menschenrechtslage in dem Emirat von internationalen Organisationen wie Amnesty International scharf kritisiert. SPD-Delegierte wiesen am Sonntag dementsprechend unter anderem auf desaströse Arbeitsbedingungen beim Bau der Fußballstadien hin.

Die deutsche Fußballnationalmannschaft nimmt ebenfalls an dem Turnier teil. Der DFB steht einem Boykott ablehnend gegenüber, hat aber selbst ebenfalls Kritik an den Zuständen in Katar geübt. Der internationale Fußballverband Fifa allerdings nimmt die Regierung des Golfstaats in Schutz: Die Menschenrechtslage habe sich mittlerweile verbessert.