DFB ersetzt Ex-Sponsor Rewe durch „One Love“-Zeichen

Die Debatte um das „One Love“-Zeichen geht weiter. Nach dem Rückzug von Sponsor Rewe hat der DFB dessen Logo auf der Werbetafel ersetzt.

Statt des Rewe-Logos ist nun das „One Love“-Zeichen auf der Werbetafel im WM-Medienzentrum zu sehen.
Statt des Rewe-Logos ist nun das „One Love“-Zeichen auf der Werbetafel im WM-Medienzentrum zu sehen.AFP/Ina Fassbender

Nach dem Rückzug von Sponsor Rewe hat der Deutsche Fußball-Bund dessen Logo auf der Werbetafel im WM-Medienzentrum der Nationalmannschaft in Al-Shamal mit dem „One Love“-Symbol ersetzt. Bei Pressekonferenzen und offiziellen Mediengesprächen soll das Logo nun stets im Hintergrund zu sehen sein.

Das Einzelhandelsunternehmen Rewe hatte seine Kooperation mit dem DFB aufgrund der Fifa-Entscheidung zum Verbot des Tragens der „One Love“-Armbinde beendet. Der Vertrag mit dem DFB wäre zum Jahresende ohnehin ausgelaufen. Zunächst hatte die Bild-Zeitung über die Änderung auf der Werbetafel berichtet.

Nancy Faeser trug „One Love“-Binde auf Tribüne

„Der DFB hat durch die Entscheidung eines Partners, sechs Wochen vor dem eigentlichen Vertragsende auf Werbemittel zu verzichten, die Chance erhalten, auch im Rahmen der fast täglichen Pressekonferenzen in Katar mit der ‚One Love‘-Botschaft seine Haltung auszudrücken“, teilte der DFB dem Sport-Informations-Dienst (SID) mit.

Die Fifa hatte mit Sanktionen gegen Spieler gedroht, die bei der WM in Katar mit einer „One Love“-Armbinde auflaufen. Sieben europäische Fußballverbände, darunter der DFB, verzichteten deshalb auf die geplante Armbinde, die für Vielfalt und Toleranz steht.

Aus Protest gegen die Entscheidung der Fifa hielten sich die Spieler der DFB-Elf vor dem WM-Spiel gegen Japan am Mittwoch beim Mannschaftsfoto den Mund zu, während Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) auf der Tribüne die „One Love“-Binde trug. Sie hatte das Verbot bei ihrem Besuch in Doha zuvor einen „großen Fehler“ genannt. Die Armbinden gelten auch als Protest gegen die Gesetze des WM-Gastgebers Katar, der unter anderem Homosexualität unter Strafe stellt.

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Alle anderen Sponsoren hatte ihre Kooperation mit dem DFB fortgesetzt und den Verband in der Auseinandersetzung mit dem Fußball-Weltverband um die symbolträchtige Kapitänsbinde unterstützt. Aus dem Medienzentrum werden die täglichen Pressekonferenzen der DFB-Akteure übertragen. Die Spieler und Trainer sitzen dabei vor der Werbetafel mit den Logos der Sponsoren.