Baltra - Auf dem Flughafen der Galapagos-Inseln sind 185 Baby-Schildkröten in einem Koffer entdeckt worden. Die Tiere seien gefunden worden, als Mitarbeiter den Koffer mit einem Röntgen-Gerät durchleuchteten, teilte die Flughafenverwaltung am Sonntag mit. Die Schmuggler hatten die kleinen Schildkröten in Plastikfolie eingewickelt, zehn Tiere waren bereits tot. „Wir verurteilen diese Verbrechen gegen die Natur und das nationale Erbe“, schrieb Umweltminister Marcelo Mata auf Twitter.

Der Inhalt des Koffers war nach Angaben der Flughafenbehörde als Souvenirs ausgezeichnet und sollte in die Stadt Guayaquil auf dem ecuadorianischen Festland geflogen werden. Die Schildkröten waren nicht älter aus drei Monate. Zunächst war unklar, von welcher Insel des Galapagos-Archipels sie stammten. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein.

Der illegale Handel mit wilden Tieren kann in Ecuador mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden. Im vergangenen Jahr beschlagnahmten die Behörden 4645 Tiere, wie die Zeitung El Comercio unter Berufung auf die Polizei berichtete. Weltweit werden mit dem illegalen Handel von Wildtieren nach Angaben der Weltnaturschutzunion jährlich zwischen sieben und 23 Milliarden US-Dollar umgesetzt.