Berlin - Der Konzern Galeria Karstadt Kaufhof klagt laut einem Bericht des RBB gegen die 2G-Regel im Berliner Einzelhandel. Er hat demnach einen Eilantrag beim Berliner Verwaltungsgericht eingereicht. Es ist die erste entsprechende Klage in Berlin, zuvor hatte das Land Niedersachsen bereits die 2G-Regel im Einzelhandel gekippt.

Beim Einkaufen gilt in Berlin eine strenge 2G-Regel. Nur Geimpfte und Genesene haben Zutritt, dazu muss Maske getragen werden. Nils Busch-Petersen, Chef des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, findet diese Regelung „unsinnig“, wie er der Berliner Zeitung am Freitag sagte. Er unterstützt auch ausdrücklich die Klage von Galeria Karstadt Kaufhof. „Im Einzelhandel wie in den Museen findet kaum Infektionsgeschehen statt. Das sagt sogar das Robert-Koch-Institut“, so Busch-Petersen.

Kritik: Kontrolle der Impfnachweise bleibt am Personal hängen

Die Kontrollen der Impfnachweise blieben am Personal und an den Ladenbesitzern hängen, für den Kunden seien die Kontrollen lästig. „Es ist schon zu Angriffen auf Verkäuferinnen von irgendwelchen Wirrköpfen gekommen. 75 Prozent der Belegschaft sind Frauen. Das ist nicht ungefährlich“, so Busch-Petersen. Auch wegen der 2G-Regel sei das Weihnachtsgeschäft eigentlich gelaufen. Viele hätten im Internet bestellt. Busch-Petersen prognostiziert einen Umsatzrück im zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Jahr 2019.