„Gangsta’s Paradise“: Rapper Coolio tot in Toilette gefunden

Der Musiker starb am Mittwoch auf rätselhafte Weise im Badezimmer eines Freundes. Sanitäter vermuten einen Herzstillstand. 

US-Rapper Coolio bei einem Auftritt im Mai 2022 in Las Vegas. 
US-Rapper Coolio bei einem Auftritt im Mai 2022 in Las Vegas. AFP/Ethan Miller

US-Rapper Coolio ist am späten Mittwochnachmittag auf rätselhafte Weise in Los Angeles gestorben. Der Musiker, der in den 90er Jahren große Erfolge feierte, war laut einem Medienbericht bei einem Freund zu Besuch, als er verstarb. Der Sänger von „Gangsta's Paradise“ wurde nur 59 Jahre alt. 

Wie das US-amerikanische Portal TMZ berichtet, habe Coolios langjähriger Manager Jarez gesagt, dass der Rapper im Haus seines Freundes auf die Toilette ging. Als er nach einer Weile nicht wiederkam, habe der Hausherr immer wieder nach ihm gerufen. Schließlich habe er die Badezimmertür geöffnet und fand Coolio bewegungslos auf dem Boden liegend. Er habe sofort den Notruf gewählt, doch Ärzte hätten nur noch den Tod feststellen können.

Jarez erklärte gegenüber TMZ, dass die Sanitäter vermuten, dass er einen Herzstillstand erlitt. Eine offizielle Todesursache wurde noch nicht mitgeteilt. 

Soundtrack zum Film „Dangerous Minds“ machte Coolio weltberühmt

Coolio, der mit bürgerlichem Namen Artis Leon Ivey Jr. heißt, wurde 1963 im kalifornischen Compton geboren und besuchte das dortige Community College. In den späten 1980er Jahren nahm er seine erste Single „Watcha Gonna Do“ auf, womit er sich in der Rap-Szene in Los Angeles einen Namen machte. Später schloss er sich WC and the Maad Circle an und wirkte an deren Debütalbum „Ain't a Damn Thang Changed“ von 1991 mit.

1995 wurde er weltweit bekannt, als er mit „Gangsta's Paradise“ den Soundtrack für den Film „Dangerous Minds“ mit Michelle Pfeiffer lieferte. Der Hit hielt sich in den USA drei Wochen lang auf Platz 1 und wurde bei den Grammy Awards 1996 für die „Best Rap Solo Performance“ ausgezeichnet. Zudem war er für den „Record of the Year“ nominiert.

Neben „Gangsta's Paradise“ hatte Coolio noch einige andere Hits - darunter „Fantastic Voyage“ von 1994 - der Platz 3 der Billboard Hot 100 erreichte sowie „1,2,3,4 (Sumpin' New)“ und „It's All the Way Live (Now)“.