Berlin - Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen gilt Frankreich seit Mitternacht am Sonntag aus deutscher Sicht als Hochinzidenzgebiet. Das bedeutet, dass man bei der Einreise nach Deutschland ein negatives Testergebnis dabeihaben muss. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Ob ein Grenzgänger einen negativen Test hat, wird aber nicht direkt an der Grenze zu Deutschland kontrolliert, sondern im Hinterland mithilfe der Schleierfahndung. Für das an Rheinland-Pfalz und das Saarland grenzende Départment Moselle gelten weiterhin noch strengere Einreiseregeln.

Frankreich befindet sich inmitten der dritten Corona-Welle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei deutlich über 300 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche.

Deswegen wurde am Sonnabend der Lockdown auf drei weitere Départements ausgeweitet. Geschäfte mussten schließen und die Bewegungsfreiheit der Bürger wurde eingeschränkt. Insgesamt betreffen die verschärften Corona-Auflagen 19 Verwaltungsbezirke mit mehr als 23 Millionen Menschen. Seit einer Woche gilt der Lockdown bereits im Pariser Großraum und Teilen Nord- und Südfrankreichs.

Auch Tschechien, die Slowakei und weite Teile des österreichischen Bundeslands Tirol waren bisher Virusvariantengebiete. Am Sonntag wurden Tschechien und die Slowakei zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft. Tirol ist nun einfaches Risikogebiet. Die stationären Grenzkontrollen an den Grenzen zu Tirol und Tschechien bleiben aber zunächst bestehen. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums vom Sonnabend wird noch geprüft, welche Konsequenzen aus der neuen Einstufung an den Grenzstationen gezogen werden.