Gaspipeline-Explosion in Litauen – Ortschaft evakuiert

An der Gaspipeline, die Litauen und Lettland verbindet, gab es eine Explosion. Rund 250 Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Pasvalys: Nach einer Explosion an einer Gaspipeline in der Nähe von Pasvalys steigt eine Flamme auf. 
Pasvalys: Nach einer Explosion an einer Gaspipeline in der Nähe von Pasvalys steigt eine Flamme auf. AP/Paulius Zidonis

Zwischen Litauen und Lettland ist es zu einer Explosion an einer Gaspipeline gekommen. Wie der litauische Gasnetzbetreiber Amber Grid meldet, ereignete sich die Explosion nahe dem Dorf Pasvalio Vienkiemiai im Bezirk Pasvalys im Norden Litauens.

Medienberichten zufolge wurden etwa 250 Einwohner der Ortschaft in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde offenbar niemand.

Bilder und Videos auf Twitter zeigen, wie Flammen in den Himmel schlagen. Der öffentlich-rechtliche Sender LRT zitierte den Bezirksbürgermeister von Pasvalys, Gintautas Gegužinskas, mit den Worten: „Es gab unerwartete Geräusche, es schien, als würden Flugzeuge irgendwo tief fliegen.“ Und weiter: „Es gibt keine Häuser in der Nähe. Es besteht keine unmittelbare Gefahr. Sonderdienste arbeiten, der Verkehr ist vorübergehend eingestellt.“

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Laut LRT waren die Flammen bis zu 50 Meter hoch und aus einer Entfernung von mindestens 17 Kilometern zu sehen. Mittlerweile soll das Feuer jedoch gelöscht sein.

Wie Nemunas Biknius, Generaldirektor des Gasnetzbetreibers Amber Grid, gegenüber dem Sender Sky News sagte, zeigten erste Daten keine Hinweise auf einen Anschlag. Die genaue Ursache der Explosion müsse aber noch ermittelt werden. 

Die betroffene Pipeline liefert Gas in den nördlichen Teil Litauens und nach Lettland. Nach der Explosion sei der Gastransport durch die beschädigte Pipeline sofort gestoppt und die Verbraucher im Distrikt Pasvalys mit Gas durch die benachbarte Pipeline versorgt worden, hieß es von Amber Grid. Mittlerweile seien Ventile der Gasleitung nachgezogen und der Gastransport wieder aufgenommen worden, so Biknius. Einen schwerwiegenden Schaden an der Pipeline habe man nicht feststellen können.