Gasfüllstand deutlich zurückgegangen: Netzagentur erklärt, warum

Freitag wurde ein Füllstand von 95 Prozent gemeldet – ein „wichtiger Meilenstein“ beim Gas. Samstag liegt er bereits wieder darunter. Die Netzagentur nennt die Gründe.

Ein Arbeiter steht auf dem Gelände eines Gasspeichers auf einer Absorber-Anlage. 
Ein Arbeiter steht auf dem Gelände eines Gasspeichers auf einer Absorber-Anlage. dpa/Uwe Anspach

Bonn-Ein auf der Website von Europas Gasinfrastruktur-Betreiber (GIE) verzeichneter deutlicher Rückgang des Füllstands in den deutschen Gasspeichern ist nach Einschätzung der Bundesnetzagentur auf einen Übertragungsfehler zurückzuführen. „Wir halten das für einen Datenübertragungsfehler“, sagte ein Sprecher der Aufsichtsbehörde am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Schon wegen des warmen Wetters werde derzeit insgesamt kein Gas ausgespeichert.

Die GIE-Website wies am Samstagmorgen für die deutschen Gasspeicher einen Füllstand von nur noch 89,56 Prozent aus und meldete gleichzeitig einem Anstieg des Füllniveaus um 0,12 Prozentpunkte. Noch am Freitag hatte die Website allerdings einen Füllstand von 95,14 Prozent gemeldet. Dieses Niveau war auch von der Bundesnetzagentur in ihrem Lagebericht angegeben worden. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte das Erreichen der 95-Prozent-Marke als „wichtigen Meilenstein“ bezeichnet.

Die Füllstandsangaben werden immer mit Verzögerung gemeldet. Die am Samstag angegebenen 89,56 Prozent beziehen sich auf den Füllstand von Donnerstag.